one-pot-pasta und die lieben haters

liebe lesterschwester,

es gibt einen neuen cooking-hype im internetz: die one-pot-pasta, zu deutsch ein-topf-nudeln.

die simple, zeitsparende und angeblich totally delicious idee besteht darin, rohe nudeln samt sämtlichen rohen zutaten und gewürzen in einen topf zu schmeißen und ca. 10 min. zu kochen - voilá, pasta mit sauce!

You end up with a totally delicious dinner, and a party trick.

das ganze ist angeblich seit einer kochsendung von martha stewart (wer?) von vor genau einem jahr, die diesen schmäh in puglia entdeckt hat, der heiße scheiß. auf pinterest gibt’s jede menge bunte topf-arrangements zu bewundern, und ich koch-hype-technischer late adpoter hab’s vor 2 wochen beim SPiNNWERK entdeckt:

spinnwerk_pasta

ober-SPiNNer R. kocht content – hier eine one-pot-pasta mit grünem spargel und schwammerls! (c) SPiNNWERK

das ganze gibt’s naheliegender weise in sämtlichen variationen, und sehr viel auch vegan: der spinat-artischocken-wonderpot (von einem sympathischen low-cost blog namens “budget bytes”), die one-pot vegan pasta mit melanzani und orrecchiette, eine puttanesca-version mit kichererbsen und die ursprüngliche version á la caprese mit tomaten, zwiebeln und ordentlich basilikum bei lottie+doof. dort sind dann in guter alter web-manier die trolle über den neuen super-simple-zugang hergefallen – von “welch ein affront gegen die italienische küche!!” bis zu “das ist ja überhaupt nicht KOCHEN!” und “das ist nur was für saudumme und faule leute.”. nun ja – haters gonna hate.

ich find zeitsparend, geschirr-&abwasch-freundlich plus lecker jedenfalls super, und hab’s einfach mal ausprobiert – ich hab auch extra ounces in gramm für die halbe menge umgerechnet, damit ich das verhältnis von ingredients zu wasser nicht vermassle:

onepotpasta_puglia

one-pot-pasta á la puglia

170g spaghetti
170g tomaten (im original sind es cocktailtomaten, ich habe 2-3 mittelgroße dattel-tomaten genommen)
1 zwiebel, fein geschnitten
3 zehen knoblauch, fein geschnitten oder gepresst
eine prise chilli-flocken
eine handvoll basilikum, gehackt
olivenöl
salz, frisch gemahlener pfeffer
2 tassen wasser

alles in einen topf werfen. aufkochen, mit viel hitze ca. 10 min. köcheln lassen, immer wieder umrühren. sobald die pasta al dente ist und das wasser fast verdampft ist, vom herd nehmen und fertig!

mampf. bei mir war’s dann doch ein bisserl flüssig-gatschig, vielleicht muss man wirklich linguine statt spaghetti nehmen – oder bei spaghetti, die weniger flüssigkeit aufnehmen, einfach weniger wasser. gerochen hat’s jedenfalls famos, und geschmeckt ebenfalls! die nudeln werden wirklich total aromatisch, weil die direkt in der “sauce” kochen. und mit dem chili hab ich nicht gespart, daher war’s *echt* spicy.

und noch ein hinweis der chefica:

Salt is your friend in this dish, don’t skimp!

recht hat sie! und ich werd in diesem metier noch fleißig weitertesten… faule anti-köchin die ich bin ;-)

natürlich gibt’s neben pasta logischer weise auch eine bunte weitere abordnung von “one-pot-meals”, zB mexikanische quinoa-casserole oder westafrikanische erdnuss-suppe. auch eine art amaranth-sommer-eintopf, den ich kürzlich – wenn auch in der pfanne, nicht im pot – gebaut habe. passt da wohl dazu (auch wenn man den amaranth vorkochen muss… mit couscous oder bulgur könnte man das wirklich one-pot-mäßig machen). weil aber der gekochte amaranth nicht mehr viel flüssigkeit aufnimmt, wird das ganze sehr feucht – bei saftigen tomaten fast schon suppig, daher erinnert mich es an gazpacho:

amaranth_gazpacho_web

amaranth-gazpacho

1 tasse amaranth, in selber menge wasser gekocht
1 zwiebel
2-3 zehen knoblauch
1 zucchini
1 grüner paprika
2-3 tomaten
1 gurke
schwarze kalamata-oliven
pomodori secchi nach wunsch
eine handvoll frischen basilikum
salz, pfeffer, arrabiata-gewürzmischung
olivenöl

amaranth kochen, inzwischen alles gemüse klein schneiden. zwiebeln in olivenöl anschwitzen, zucchini mitbraten, grünen paprika dazu, kräftig rösten. dann gekochten amaranth dazu und mitrösten, dann tomaten unterheben und noch etwas brutzen. würzen, geschnittene oliven & pomodri dazu, mit frischem basilikum pimpen. sobald mischung etwas ausgekühlt, eine klein geschnittene gurke dazu – macht das ganze besonders sommerlich-erfrischend!

also: einfach mal alles in einen topf hauen ;-)

die
hanna

6 Gedanken zu „one-pot-pasta und die lieben haters

  1. da werd ich mir doch einen ruck geben und das one-pot-wonder mal daheim ausprobieren. schau ma mal ob sich meine italienischen vorfahren dabei im grabe umdrehen ;-)

  2. hello hanna, die one-pot-pasta ist auch DIE eine variante, mit der die glutenfreie pasta gut wird und ordentliche konsistenz hat – sie zerkocht nicht zu matsch und nimmt genug sauce auf. hab das von nigella lawson, der anti-martha stewart =)

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